Erstes Kapitel.
Im »Lexikon der Zeitgenössischen Berühmtheiten«, Jahrgang 1880, steht unter Astier-Réhu zu lesen: »Astier, genannt Astier-Réhu (Peter Alexander Léonard), Mitglied der französischen Akademie, ist geboren 1816 in Sauvagnat (Puy-de-Dôme) als Sohn einfacher Landleute. Von Jugend auf zeigte er hervorragende Begabung für historische Forschung. Studien von einer Gründlichkeit, wie sie heutzutage immer seltener wird, im Lyceum von Riom begonnen und im Gymnasium Louis-le-Grand, an welcher Lehranstalt er später als Professor thätig werden sollte, vollendet, erschlossen ihm die Pforten der oberen Ecole Normale. Nachdem er dieselbe durchlaufen, ward er Professor der Geschichte am Lyceum von Mende, wo er seine ›Studie über Mark Aurel‹ schrieb, welche von der Akademie preisgekrönt wurde. Das Jahr darauf von Herrn von Salvandy nach Paris berufen, wußte der hochbegabte junge Gelehrte seine Dankbarkeit für die ihm zu teil gewordene sehr berechtigte Bevorzugung dadurch an den Tag zu legen, dass er Schlag auf Schlag: ›Die großen Staatsmänner Ludwig XIV.‹ (preisgekrönt von der französischen Akademie), ›Bonaparte und das Konkordat‹ (preisgekrönt von der französischen Akademie) und die bewundernswerte ›Einleitung zur Geschichte des Hauses Orleans‹ veröffentlichte, welche den großartigen Vorhof jenes gewaltigen Werkes bildet, an welches der Geschichtschreiber zwanzig Jahre seines Lebens gewendet hat.