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Der unsichtbare Kundschafter

Nach dem Englischen von August Gottlieb Meißner. Berlin, bei Friedrich Maurer, 1791 Schon vor ohngefähr sechs oder sieben Jahren versprach ich Hrn. Maurer, den Invisible Spy, den ich so eben im Original gelesen, und an welchem mir die Einkleidung und einige Geschichten gefallen hatten, neu zu bearbeiten; und ein ansehnlicher Theil davon ward schon damals fertig. Bald drauf rief mich mein Geschick in ein andres Land, und zu einem andern Beruf; mancher meiner bisherigen Zirkel ward zerrissen, und auch der unsichtbare Kundschafter wäre vergessen worden; hätte nicht mein Freund und Verleger ihn so oft und auf eine so gutmüthige Weise bei mir in Erinnerung gebracht, daß ich es für meine Pflicht hielt, ienes Versprechen zu erfüllen. Nun ist es mir freilich gegangen, wie es schon manchem Uebersezzer ging. Bei genauerer Bekantschaft mit der Urschrift habe ich manche Schwächen gefunden, die beim ersten Durchlesen mir entschlüpften. Manche Erzälung im Original war durchaus unübersezbar, weil sie nur von Parlamentswahlen und Staatsgeschäften, kurz von Dingen handelte, die blos dem Engländer interessant seyn konten. Manche andre hatte zwar einen weitern Umkreis, aber keinen großen innern Gehalt. Vor sechs Jahren hatte Teutschland noch der prosaischen Erzälungen viel weniger, als iezt; manche neue einheimische Erfindung kann diese Verpflanzung weit übertreffen. Aber so wenig ich auch daher

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