Chapter

Ankunft in Konstantinopel

Er war am vorhergehenden Abend spät mit dem Orientexpreß angekommen und gleich zu Bett gegangen. Eine Gesellschaft aber hatte unter seinen Zimmern Neujahr gefeiert, so daß er nicht einschlafen konnte. Er wollte gerade klingeln und sich ein anderes Zimmer geben lassen, als der Schlaf ihn plötzlich übermannte, und er schlief fest, bis ein paar Truthähne unter seinem offenen Fenster beim Morgengrauen zu krähen anfingen. Ralph reckte sich im Automobil an dem strahlenden Neujahrsmorgen und dachte, es sei gut, daß er sich endlich hier an der Grenze von Europa befände. Dort hinten in der Sonne die graue Wellenlinie – das also waren die Höhenzüge von Asien. Er richtete sich höher auf, kniff die Augen zusammen und maß die Entfernung. Warum war hier keine Brücke? Wäre es in den Vereinigten Staaten, wo er zu Hause war, dann würde man schon längst mit Automobilen über die Wasserstraße fahren. Räder begannen in seinem Gehirn zu schnurren. Formeln marschierten auf, Skelette, Profile. Sein Mund wurde schmal, gerade, hart, und das glattrasierte Kinn strammte sich unter dem Faltennetz, das während der zwanzig Tage, die seit seiner Abreise von Neuyork vergangen waren, bereits angefangen hatte zu erschlaffen. Dann aber nahm er sich mit einem Ruck zusammen, strich sich über Stirn und Augen und verwischte all das, was für lange Zeit nicht mehr da sein sollte. »Prost Neujahr, old chap!« sagte er

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