Der Tresor unter Wasser
Der Tresor unter Wasser Krimi aus dem dunklen Berlin Die Chefs und Prokuristen der weltbekannten Industrie- und Handelsbank Aktiengesellschaft waren im Konferenzzimmer versammelt, um die Pläne des Architekten Ressel für den Bau einer Stahlkammer zu prüfen. Die Zeichnungen wanderten von Hand zu Hand, wurden eingehend besichtigt, von den Herren gruppenweise besprochen und dann wieder auf den Tisch gelegt. »Möchten Sie uns Ihre Entwürfe nicht erläutern, Herr Baumeister«, begann der Generaldirektor die Sitzung, »ich glaube, wir kommen am schnellsten zum Ziel, wenn wir Ihre fachmännischen Ratschläge gehört haben. Es bleibt uns dann überlassen, falls es nötig sein sollte, in eine Diskussion einzutreten und etwaige Bedenken vorzubringen. Im übrigen sind Sie wohl hinreichend über die Gründe informiert, die uns veranlassen, eine Stahlkammer zu bauen, deren Beschaffenheit nach menschlichem Ermessen allen verbrecherischen Angriffen zu trotzen vermag.« Der Baumeister, ein Herr im besten Mannesalter, modisch gekleidet, glattrasiert, mit nüchternem, unbeweglichem Gesichtsausdruck – Amerikanertyp – erhob sich und erwiderte: »Meine Herren, die zahlreichen Einbrüche, von denen Ihre Bank, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, in letzter Zeit heimgesucht wurde, haben mich veranlaßt, Ihnen einen Plan zu unterbreiten, der vielleicht im ersten Augenblick etwas phantastisch anmutet, aber dennoch mit