Chapter

Der tödliche Knopf

Der tödliche Knopf. Gib, – und will dein Rock sich sperren, Reiß ihn auf mit Ungestüm! Dem du gibst, der ist dein Bruder, – Mensch! – was ist dein Rock vor ihm?! Zierlich eingeknöpft in einen weißen, mit rauschender Seide gefütterten Überrock, den ich eben das erstemal zur Schau trug, die Hände in den Seitentaschen, schritt ich an einem Herbsttage die Jägerzeile auf und nieder, um die Equipagen, welche dem Prater in langem Zuge zurollten, oder vielmehr ihren Inhalt, zu mustern. Wohlbehaglich eine neue Opernmelodie vor mich hinsummend, in Gedanken verloren, kann ich nicht sagen (denn in diesem meinem Feiertagswohlbehagen pfleg' ich mehr zu schauen, als zu denken), war ich wohl das drittemal auf und nieder gewandelt, ohne daß mir einer meiner Bekannten begegnet wäre. Zum vierten Male also begann ich die Tour und wendete mich eben um die Ecke, wo auf dem Marmorestrich des Wirtshauses zum grünen Jäger die Fiaker ihre Netze nach fahrlustigen Stutzern auswerfen, als mich eine Benefizannonce an der Ecke des Theatergebäudes fesselte und mich eine kleine Pause auf meiner Promenade zu machen zwang. Mit Neugier musterte ich Titel, Personenverzeichnis und Krankheitsbulletin, als mich eine gepreßte Stimme um ein Almosen ansprach. Gott weiß es, ich pflege nicht ungern zu geben, und was ich mir an Scheidemünze vom Hause mitnehme, wird tagüber zuverlässig eine Beute der Straßenbettler. Auch

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