Rückkehr von Lüttich
Der Teufel. Zweites Buch Anfang November, während noch in der eroberten Stadt die durch den starken Widerstand und durch schwere Verluste gereizte Soldateska mordete und plünderte, die Limburger Brandkommandos des Herzogs planmäßig das dritte Mal die Feuersbrunst entfachten, zwischen den Eisschollen der Maas die aufgetriebenen Leichen der Ersäuften wie Flöße des Entsetzens trieben und burgundische Reiter den ins bergige Hinterland geflohenen Rest der Bevölkerung – Männer, Frauen und Kinder – auf ihre Lanzen spießten, verließ der König mit seinem Gefolge und seinen Truppen Lüttich. Sein Vetter Karl geleitete ihn bis Huy, der Kanzler Crèvecœur bis an die Landesgrenze. – In den Tagen des Anmarsches und der Belagerung war es Ludwigs Sorge gewesen, ein Verhandeln mit Parlamentären zu vermeiden. Um nicht durch Aussagen des Landsknechtführers kompromittiert zu werden, zeigte er eine Erbarmungslosigkeit, die dem Herzog sehr gefiel, auch als sein Statthalter und der Bischof ohne leiblichen Schaden sich zu ihm retten konnten. Vor Lüttich setzte der König seinen Schotten eine größere Summe auf den Kopf des Wildt aus und formierte eine Gruppe von Scharfschützen, die kein anderes Ziel hatten als die Beseitigung des einen Mannes. Während eines furchtbaren Ausfalles der Landsknechte, der die Belagerer sechshundert Mann kostete, fiel Wildt. Die Söldner, denen durch eine vom Herzog persönlich