Chapter

Erstes Kapitel

Mit gellendem Trompetenton War längst der Hahn erwacht, Und hatt' dem wackern Bauer schon Den Morgen angesagt. Der König Edward sah durch's Grau Der Frühe rothe Glut, Und hört' des Raben Weissagung Von einem Tag voll Blut. »Hast Recht,« sprach er, »beim höchsten Gott! Denn heute muß fürwahr Karl Bawdwin sterben und mit ihm Sein traut Genossenpaar.« Chatterton. Den nämlichen Abend, an welchem Sir Kenneth die Wache übernommen hatte, war Richard nach dem stürmischen Auftritt, der ihn aus seiner Ruhe gerissen hatte, zu Bette gegangen mit dem vollen Vertrauen, das ihm sein unbegränzter Muth eingab, und mit dem Gefühl der Ueberlegenheit, die er gezeigt, indem er den Punkt, wonach er zielte, getroffen hatte in Gegenwart des ganzen Christenheeres und seiner Führer, von denen Manche, wie er wußte, die Demüthigung des Herzogs von Oestreich wie einen Triumph über sie selber ansahen, so daß sich sein Stolz geschmeichelt fühlte dadurch, daß er durch die Züchtigung eines Feindes ein hundert derselben beschämt hatte. Ein anderer Monarch würde nach einem solchen Auftritt am Abend seine Wache verdoppelt, und wenigstens einen Theil seiner Truppen unter den Waffen gehalten haben. Aber Löwenherz entließ nach diesem Vorfall selbst seine gewöhnliche Wache, und ließ unter seine Leute Wein austheilen, um seine Genesung zu feiern und zu Ehren des Banners von St. Georg zu trinken; und der englische

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