Chapter

Ein Gelber Lastwagen

Mama hatte gesagt, der Sandkasten sei zum Teilen. Ich war nicht in Stimmung dafür. Der Sandkasten gehörte mir, und der Eimer gehörte mir, und die Stelle, an der ich die allerbeste Burg der Welt baute, gehörte ganz bestimmt mir. Ein kleiner Junge setzte sich neben mich. Er hatte einen gelben Lastwagen. Er sagte nicht hallo. Er fragte nicht, ob er meinen Eimer haben dürfe. Er stellte einfach seinen gelben Lastwagen ganz vorsichtig in den Sand und schob ihn hin und her und baute kleine Straßen. Nach langer Zeit hatte meine Burg eine Mauer. Seine Straßen führten rundherum um meine Mauer. „Mein Lastwagen muss Steine liefern", sagte er. „Für meine Burg?", fragte ich. „Ja." Wir sagten lange nichts. Der Lastwagen lieferte. Die Burg wurde größer. Eine zweite Mauer entstand. Ein Turm. Als seine Mama ihn abholte, sagte er: „Ich heiße Felix." „Ich heiße Pia", sagte ich. „Morgen?", fragte er. „Morgen", sagte ich. So fangen Freundschaften an. Manchmal merkt es nicht einmal jemand.

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