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Der Stern von Siam - 1. Kapitel: Borderlebnisse

Die Sirene des »Stern von Siam« heulte ihren Abschiedsgruß über die Gärten, Häuser und zahllosen Tempel von Bangkok hin. Schwerfällig setzte sich dann der alte klapperige Raddampfer in Bewegung der den prahlerischen Namen »Stern von Siam« wahrlich nicht verdiente. Wir standen neben dem Eigentümer und Kapitän dieses altehrwürdigen Transportmittels, dem rotnasigen Engländer Tompson, auf der Kommandobrücke. Tompson fühlte sich sehr geehrt, daß zwei so berühmte Leute wie der Liebhaberdetektiv Harald Harst und sein Freund und Privatsekretär Schraut seinen Rattenkasten von Schiff zur Fahrt nach Singapore benutzten. Für gewöhnliche Sterbliche ist die Brücke eines Dampfers verbotenes Gebiet. Uns hatte Tompson sofort gebeten, ihm dort recht oft Gesellschaft zu leisten. Der Stern von Siam glitt langsam den Menam-Fluß hinab. Erst außerhalb der Stadt durften die Schaufelräder ihre volle Kraft entfalten. Schneller zogen nun die Ufer die Lastkähne und all die seltsamen Schifflein dieses Weltteils an uns vorüber, manche darunter anzusehen wie die Ueberbleibsel uralter Schiffbauversuche. Harst lehnte am Geländer und deutete jetzt auf eine malaiische Prau, die schwerfällig mit ihren großen, vom Winde prall gefüllten Mattensegeln gegen die Strömung sich vorwärtsschob. »Diese ungefügen hölzernen Riesenkähne segeln besser, als man’s nach ihrer primitiven Takelage annehmen sollte,« meinte er zu

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