Der Stern von Kabinur - 1. Der faule Dicke
»Es ist und bleibt ein Drecknest« sagte Inspektor Baat mit Groll und Verachtung. »Hierher kommandiert zu werden, nur weil da angeblich in Bombay in einem Hotel, das ein Europäer bewohnt hatte, ein Zettel mit einer genauen Skizze des Nagar-Palastes gefunden wurde, ist ein Verbrechen.« Der dicke, riesige Detektivinspektor Charly Baat stöhnte mit Nachdruck und sog wütend an seinem Eisgetränk. Harst erwiderte aus der Tiefe seines Liegestuhles, in den Hotelgarten hinabspähend: »Mr. Baat, wer war der Europäer?« »Ein Kerl mit einem Phantasienamen … — Sagen Sie doch selbst, Mr. Harst, es ist doch eine glatte Unmöglichkeit, in die Keller des Nagar-Palastes vorzudringen. Der Fürst hält hier in Baroda eine Polizeitruppe von dreihundert Mann, eine Leibgarde von rund tausend Mann, und der Nagar wird Tag und Nacht so scharf bewacht, daß Seiner Hoheit auf drei Millionen Pfund Sterling geschätzte Juwelen wirklich sicher sind. Aber die Sache ist die, unter uns bemerkt: Man liebt mich in Bombay nicht übermäßig, meine Herren Obermacher halten mich für stinkend faul, ich soll einen zu großen Mund haben, ich soll … ach, was soll ich nicht alles!! Jedenfalls hoffen die Herrschaften, ich werde in diesem Glutofen von Residenz etwa dreißig Pfund abnehmen und dann bescheidener werden! Welche Dummheit! Ein hagerer Mensch ist temperamentvoll, ich mit meinen 200 Pfund bin eine Schnecke — auch mit