Der Steinbruch von La Terenne
Das dritte Bataillon des xten Reserve-Regiments hatte vor einem Kreuzwege auf der nach Chalier fuhrenden Chaussee eine kurze Marschpause gemacht. Die Gewehre waren in dem ziemlich tiefen und breiten Chausseegraben zusammengesetzt worden, und die von den Strapazen der letzten drei Tage ermudeten Leute schliefen auch sofort ein, nachdem sie sich kaum auf den zertretenden Stoppelacker nebenan hingeworfen und den Tornister als etwas hartes Kissen unter den Kopf geschoben hatten. Der Bataillonskommandeur Major v. Z. hielt mit den Kompagniefuhrern zu Pferde in einem kleinen Waldchen, das sich jenseits des die Chaussee an dieser Stelle schneidenden Feldweges etwa funfhundert Meter weit nach vorn erstreckte und das hier ohnehin schon sehr unubersichtliche Gelande noch schwieriger machte. "Bitte die Karten vorzunehmen, meine Herren," befahl der Major jetzt und entnahm seiner wasserdichten Tasche, die an einem Riemen um den Hals hing, die Generalstabskarte des Abschnittes nordlich Verdun. "Haben die Herren den Punkt, an dem wir gerade halten? - Schon. - Also wir sind in der vorderste Linie und sollen mit dem Bataillon die Strecke Chalier - Varbeuf sichern. Zweite, dritte und vierte Kompanie beziehen Vorpostenstellung bei den Dorfern La Terenne, Balron und Varbeuf. Vierte Kompanie bleibt in Reserve." Der Bataillonskommandeur ausserte nun noch sehr eingehend seine besonderen Wunsche