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Der Spuk von Schinglapa

Die Kriegserklärung Englands an die Zentralmächte übermittelte der Funkspruchverkehr bereits zwei Stunden später auch nach Simla in Indien, der Sommerresidenz des Vicekönigs und dem Hauptquartier des englisch-indischen Heeres. Simla liegt in den Südabhängen des Himalaja in 2 Meter Höhe. Eingebettet in das üppige Grün riesiger Zedern, breiten sich die Häuser dieser Stadt hellen Schwalbennestern ähnlich auf den Bergrücken aus. Hier sammelt sich ein Bündel zahlloser Telegraphendrähte von allen Ecken und Enden des britischen Kaiserreiches, und von diesem Punkte aus werden täglich unzählige Befehle erlassen, wird die Verwaltung geführt und die Armee in steter Bereitschaft gehalten, um all die unterworfenen indischen Fürsten, in denen fortgesetzt die Sehnsucht nach Befreiung von dem Joche der fremden Unterdrücker rege ist, ständig zu bedrohen und zu bewachen. Kein Wunder, daß Simla an jenem Augusttage 1, als durch Maueranschläge und Ausrufer dort die Nachricht vom Eintritt Englands in den europäischen Krieg verbreitet wurde, einem aufgescheuchten Bienenschwarm glich. Auf den Hauptstraßen herrschte ein Leben und Treiben, wie es nur zu beobachten ist, wenn einer der benachbarten Maharadschas (Fürsten) dem Vicekönig seinen jährlichen Ergebenheitsbesuch abstattet, bei dem sich dann das ganze sinnverwirrende Bild orientalischer Pracht entwickelt. In einer der engen, aber peinlich sauberen

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