1. Kapitel. Die großen Nasen.
In einer stürmischen Oktobernacht gegen halb zwölf saß Nic Pratt, Neuyorks bekanntester und erfolgreichster Detektiv, in seinem Arbeitszimmer im weichen, tiefen Klubsessel, rauchte seine kurze Pfeife und durchflog den Anzeigenteil der Abendausgabe der Neuyorker Zeitung »Expreß Telegraph«, die stets die meisten Annoncen brachte. Pratts junges, frisches Gesicht bekam plötzlich einen gespannten Ausdruck. Da stand unter »Verschiedenes« eine recht merkwürdige Anzeige: Filmfabrik sucht talentvolle Herren mit recht großer Nase. Glänzende Bezahlung! Offerten an Mr. Thomas Glongry, W. 19. Straße, Nr. 105. Diese Anzeige wäre jedem andern kaum so sehr seltsam erschienen. Weshalb sollte eine Filmfabrik nicht vielleicht für ein Ulkstück Darsteller mit außergewöhnlich großen Riechorganen nötig haben?! — Nein an dieser Annonce selbst war nichts Besonderes. Die Sache bekam jedoch sofort ein anderes Aussehen, wenn man ein so vorzügliches Gedächtnis wie Nic Pratt hatte Er besann sich nämlich, daß ihm gestern vormittag sein Freund, der Detektivinspektor Stuart Grablay, von drei geheimnisvollen Leichenfunden im Hafen von Neuyork erzählt und dabei erwähnt hatte, daß die drei aufgefischten männlichen Leichen insofern verstümmelt gewesen seien, als sei allen dreien offenbar durch Hammerschläge die Nasen völlig zerstört und auch das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zermalmt gewesen sei. Ueber die