1. Kapitel. Das Eidechsen-Problem
1. Kapitel. Das Eidechsen-Problem. Zwei Tage nach unserer Rückkehr nach Singapore kam Harst spät abends nach einem Ausgang in unser Hotel zurück und erzählte mir, daß er eine kleine Motorjacht für zwei Monate gemietet und auch bereits vier deutsche Seeleute als Besatzung angeworben hätte, darunter als Kapitän einen früheren Steuermann namens Weber, der ihm von Detektivinspektor Jobster, unserem alten Freunde, warm empfohlen worden war. Vier Tage später, gegen 6 Uhr morgens. Die drei anderen Landsleute, der Maschinist Jürgensen und die Matrosen Kersten und Ewald, waren jüngere Männer. Sie gaben ehrlich zu, daß sie sich für den Standard nur hatten anheuern lassen, weil sie in Gesellschaft des berühmten Liebhaberdetektivs Harald Harst so allerlei zu erleben hofften. Jakob Weber ließ jetzt das Fernglas sinken und rief dem das Steuer bedienenden Kersten zu: »Halt’ nu genau Kurs auf jene Insel mit der einzelnen Palme auf der flachen Hügelkuppe, min Jong!« Dann wandte er sich an Harst: »In einer Viertelstunde können wir in die schmale Bucht einlaufen, in der damals die Piraten mit dem Kutter landeten.« Weber hatte zu viel versprochen. Wir mußten noch zwei Stunden suchen, bevor wir die durch Risse und Klippen verdeckte Buchteinfahrt fanden. Dann wurde der Standard an der uns bereits bekannten Landungsbrücke vertäut, die einst hier in der Weltabgeschiedenheit dieses unbewohnten