Chapter

Erstes Kapitel

Der Arzt ließ sich nicht bitten. Es war noch dunkel genug, um ihn durch den Park hereinzuführen, ohne daß er von der Dienerschaft gesehen wurde, die übrigens sämmtlich vom Lande und stumpfsinnig genug und unfähig war, das zu erwähnen, was man verbergen wollte. Als er zu dem jungen Herzog geführt wurde, errieth er bald das Geheimniß. Er untersuchte die Wunde, erklärte sie für gefährlich, wollte aber vor der Abnahme des Verbandes keinen bestimmten Ausspruch thun. Die Marquise warf sich ihm zu Füßen und bot ihm ihr ganzes Vermögen an, wenn er ihn rette. — Bieten Sie es dem lieben Gott an, Madame, denn Gott allein kann Wunder thun, wenn es sein Wille ist. Gott und ich lassen uns unsere Dienste nicht bezahlen; aber was meine geringe Macht betrifft, die steht ganz zu Ihrer Verfügung, fürchten Sie nicht, dieselbe zu sehr in Anspruch zu nehmen. Und mit ausgezeichneter Besonnenheit kehrte er zu seiner Carriole zurück, befahl seinem vertrauten Diener, der ihn fuhr, nach Hause zurückzukehren und nicht zu sagen, wo er ihn zurückgelassen, seiner Frau und allen Anderen anzukündigen, daß er einige Tage in Lyon bei einem Kranken bleiben werde; man dürfe seinetwegen nicht unruhig sein, er würde nicht schreiben, und zurückkehren, sobald es möglich sei. Dann kehrte er wieder in das Zimmer der Marquise zurück, rieb sich die Hände und sagte: — Jetzt, Madame, wenn Sie mich mit dem Verwundeten

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