Erstes Kapitel
Frau von Tencin war sehr furchtsam im Wagen; sie erinnerte sich der Wege und sprach zuerst von der Rückkehr. — Ah! wir befinden uns hier so gut! rief ihr Bruder. — Und wenn wir umgeworfen werden? — Wir werden nicht umgeworfen werden, wenn es aber zufällig geschehen sollte, haben wir weiter nichts zu thun, als wieder aufzustehen. — Du scherzest immer, mein Bruder. — Meine liebe Schwester, Du bist zu furchtsam. Kehren Sie nach Paris zurück, meine Herren? — Ja, Eure Eminenz. — Da können wir den Weg zusammen machen. — Wir werden sehr glücklich sein, wenn Eure Eminenz und diese Damen es erlauben wollen. Wir erlaubten es sehr gern, die Gräfin empfand Furcht und ich coquettirte. Der Abbé wurde abgeschickt, um die Leute anzutreiben, und die Unterhaltung dauerte fort. Sie wurde vertrauter, so wie die Nacht herankam. Eine reizende Mattigkeit bemächtigte sich unserer Sinne, wir empfanden die gewöhnlichen Wirkungen einer guten Verdauung, die unter Bedingungen der Bequemlichkeit und des Vergnügens vor sich ging, welche sich von allen Dingen reflectiren. Es wurde die Nachricht gebracht, daß Alles bereit sei; wir standen,auf, der Marquis reichte mir mit zierlicher Grazie und auffallender Galanterie die Hand. Wir kamen zu der Karosse des Erzbischofs, ich stieg ein; Frau von Tencin und Seine Eminenz thaten dasselbe und die beiden jungen Kavaliere erreichten ihre Chaise wieder. Sie behaupteten