Der schwarze Pudel - 1. Kapitel: Hofbräu
»Ich kann Ihnen im Vertrauen mitteilen, Herr Harst, daß auch die deutsche Regierung das lebhafteste Interesse daran hat, die beiden ferngelenkten Automaten des an Herzschwäche verstorbenen Parker den Dieben wieder abzujagen. Die Konstruktionsgeheimnisse sollen auf keinen Fall dem Ausland irgendwie Nutzen bringen. Wir nehmen an, daß nur Ausländer als Diebe in Betracht kommen. Sie würden mich sehr zu Dank verpflichten, wenn Sie mich sofort nach der Falkenturmgasse in Parkers Haus begleiten wollten.« »Wir werden in fünf Minuten bereit sein, Herr Rat …« Um zehn Uhr vormittags verließen wir das Hotel Schwarzer Adler in München und fuhren im Dienstauto des Leiters der Kriminalabteilung zur Falkenturmgasse. Vor einem schmalen, zweistöckigen Hause standen zwei Kriminalbeamte. Harst und ich kannten das Gebäude von der verflossenen Nacht her. Oben im ersten Stock in Parkers Arbeitszimmer hatte die Polizei gestern sowohl die menschliche als auch die Tierpuppe, die beiden Automaten, zurückgelassen, hatte das Haus versiegelt, Parkers Haushälterin in einer Pension untergebracht und zur Sicherheit einen Beamten vor die Haustür postiert. Dieser Beamte erklärte uns nun im Arbeitszimmer folgendes: »Es war etwa ein Uhr morgens, als ich, vor dem Hause auf und ab schreitend, aus der Richtung des Platzes Hilferufe hörte. Ich lief hin, sah jedoch niemand, glaubte an einen unziemlichen Scherz eines