Chapter

Der schwarze Papagei

Er war von jener Inselkette gekommen, die ihre Smaragde über den Großen Ozean breitet, das heißt er kam eigentlich von Nirgendwo gewandert. Vielleicht war er ein Plantagenbesitzer oder ein Kaufmann, vielleicht ein Perlfischer oder ein Agent aus einem jener bronzenen Seehäfen, wo der Weiße braungedörrt wird wie Ziegelsteine im Darrofen. Sicher war er kein Tourist. Dies sagte sich der Besitzer des Hotels Oost-Indie, ein Portugiese von Malacca, namens da Vargas, als er von seinem Motorboot aus, das längsschiffs des eben angelangten Postdampfers lag, den Mann an der Reling musterte. Er stand nahe am Kopfende der Schiffsleiter, eine schwarze Handtasche in einer Hand, in der anderen einen Vogelkäfig. Seinen weißseidenen Anzug übergoß der goldene Schein der Sonne; seine Hüften umschlang nachlässig ein blauer Slendong, wie ihn die javanischen Frauen tragen, dessen Fransenenden im Winde wehten. Ein klägliches Pfeifen, das zu Herrn da Vargas herunterklang, lenkte seinen Blick auf den Insassen des Vogelkäfigs, einen großen, weißen Kakadu. Ein Mann, der einen Slendong trug und einen Vogelkäfig mit sich führte! Er machte auf Herrn da Vargas einen abenteuerlichen Eindruck. Ein Naturforscher? Viele solcher Käuze wanderten auf dem Archipel zwischen Singapore und dem Korallenmeer umher. Wenigstens, dachte der Portugiese zu ihrer Rechtfertigung, ließen sie nie unbezahlte Rechnungen zurück.

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