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Der schwarze Gast

Aus den Tagen der tirolischen Protestantenfrage Jam jam clarescent puris aquilonibus alpes. 1863 Bist du, mein lieber deutscher Landsmann, schon einmal auf der Wassermauer zu Meran gesessen? Auf der breiten Wassermauer, wo du so angenehm lustwandeln und gegen die grauen Schlösser von Mais hinaufschauen magst und hinab gegen Löwenberg und gegen das Ultnertal und das rote Vorgebirg der Mendola, – wo du die Pracht des alten Paradieses nachgebildet wähnst und am stillen Morgen auch an seinen stillen Frieden und die süße melancholische Ruhe der Engel denken kannst? Wenn du dort gewesen bist, so hast du auch das Kirchlein Sankt Katharina in der Scharte wahrgenommen, hoch oben an der grünbelaubten Porphyrwand, auf welcher die letzten Strahlen ruhen, wenn die Sonne am Ortles untergeht. Es ist freilich ein mühseliger Pfad hinauf zu jener hirtlichen Flur, in der das uralte Kirchlein steht, wohl drei, vielleicht auch vier Stunden zu steigen, an dem stillen Gebirge empor; doch bist du oben reichlich belohnt, wenn du wieder in das alttirolische Eden hinuntersehen, und alle jene tausend Schönheiten, die der Schlenderer im Tale nur einzelnweise einzunehmen und abzugeben vermag, die Stadt und die zugewandten Dörfer, die Landsitze, die Türme und die Burgen, die Gärten und die Weingüter, die Wiesen und die Wälder, die weißen Ströme und die grünen Berge in einem großen entzückenden Bilde

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