Die Familienbrosche
Zu den geheimnisvollsten und verwickeltsten Kriminalfällen der jüngsten Zeit gehört ohne Frage der in der amerikanischen Presse unter dem Sensationstitel »Der Mord im Dogby-Palais« behandelte Tod des alten Lord Emmery Charley Dogby, jenes Mitgliedes des englischen Hochadels, der als Botschaftsrat in den ersten Gesellschaftskreisen in Washington jahrelang einer der bekanntesten Vertreter der englischen Aristokratie war. Nic Pratt, der Neuyorker Berufsdetektiv, hatte durch eine Verkettung merkwürdiger Umstände Veranlassung, sich mit diesem Doppelverbrechen näher zu beschäftigen. Am 20. Mai 1922 erhielt er mittags folgende dringende Depesche aus Washington, dem Sitz der Regierung der Vereinigten Staaten: Detektiv Pratt, Neuyork, Pearlstraße Nr. 111. Bitte Sie inständigst, Untersuchung im Falle Dogby im Interesse meines heute früh verhafteten Verlobten zu übernehmen. — Jane Gottrick, Washington, Parkerstraße 12. Pratt hatte nun bereits in der vor einer halben Stunde zur Ausgabe gelangten Neuyorker Mittagspost eine kurze Notiz über die Ermordung des Botschaftsrats Lord Charley Dogby gelesen, ohne daß dieses Verbrechen seine Teilnahme irgendwie geweckt hätte Diese Notiz lautete: »Heute früh 7 Uhr fand der Kammerdiener Collin seinen Herrn, den Botschaftsrat Lord Dogby, in dessen Arbeitszimmer im Palais Dogby in der Parkstraße in Washington mitten auf dem Teppich liegend mit einer