Der Schlittschuhläufer
Ein paar dumpfe Nebelhorntöne grollten vom Hafen herüber in die Karl Johansgade. Die Augustnacht war mit trübem Dunst gesättigt, der wie eine rötliche Wolke das schlafende Christiania einhüllte. Über den Asphalt des Eidsvoldsplatzes glitt noch ein spätes Auto: ein Signal brüllte. Der Schutzmann drüben an der Ecke der Rosenkrantzgade sah einen Augenblick neugierig hinüber. Das Auto hielt vor dem Hotel Belvédère. Der Schutzmann winkte mit einer Kopfbewegung den Kollegen Nummer 17 heran und sagte, unter dem Schirmrand hinüberblickend:: »Das ist doch der Herr, der alle vierzehn Tage bei Nobel absteigt. Mir scheint, der irrt sich ein bißchen.« Nummer 17 lachte. »Der wird irgendwo auf Umwegen eine Alkoholkarte gekauft haben – und nun weiß er nicht mehr, wo er hingehört. Ja, ja, diese Leute haben's gut!« »Wohnt bei Nobel und geht um halb zwölf ins Belvédère«, beharrte der Kollege eigensinnig auf seinem Gedankengang. »Und so was kommt dann zu uns aufs Kommissariat und meldet: Beraubung und so. Ein paar liebenswürdige Damen im Yachtklub kennengelernt … Na, ja. Dann die übliche Reise durch das Tivoli, das Café Français und die Windsor-Bar … und schließlich das Aufwachen in irgendeinem Auto; keine Spur von Erinnerung, wie er da hineingekommen ist.« Ein paar feste Schritte kamen über den Fahrdamm; die beiden salutierten: der diensttuende Kontrollbeamte erschien mit seinem Notizbuch, um den