Der Schlangenbeschwörer von Agra
1. Kapitel. Der gefälschte Zettel. Ende Februar 19.. brachte die indische Zeitung »Bombay Post« folgenden Artikel: Dem Leben wiedergegeben. Der hier bei uns in Indien ebenfalls rühmlichst bekannte deutsche Liebhaberdetektiv Harald Harst hatte vor einigen Tagen ein neues Verbrechen aufgeklärt, indem er den Aufenthaltsort der vor acht Jahren scheinbar verstorbenen einzigen Tochter des Forschungsreisenden Doktor Ramand ermittelte und das seiner Zeit im Alter von vierzehn Jahren durch die Verbrecherbande Doktor Austin Greebracs entführte junge Mädchen unter höchster eigener Lebensgefahr aus dem Felsentempel von Ellora auf Ceylon befreite. Leider ist Austin Greebrac und seine Schwester Adelaide, kurz Adi genannt, mit den meisten Mitgliedern der weitverzweigten Bande entkommen. Wie wir hören, hatte es Greebrac bei der damaligen Entführung Lydia Ramands auf fünf goldene Götzenstatuen abgesehen, die der Forscher insgeheim vergraben und deren Versteck er seinem Kinde auf besondere Art anvertraut hatte. Harald Harst, sein Freund und ständiger Begleiter Max Schraut und Lydia Ramand sind gestern hier in Bombay eingetroffen und haben im Myntor-Palais bei Miß Honoria Myntor Wohnung genommen, wo die Großmutter Miß Lydias, Mistreß Busselt, seit Jahren die Stellung einer Hausdame innehat. — Morgen hoffen wir unseren Lesern weitere Einzelheiten über diese Entführungsgeschichte berichten zu