Ein Unerwarteter Kessel
Die Karte war alt und braun und sehr offiziell. In der Mitte einer Insel war ein großes rotes X, und die Insel hatte einen Namen, und der Name war *Schädelbart's Letztes Versteck*, was sehr vielversprechend klang.
Käpt'n Vol und ihre Mannschaft segelten drei Wochen lang dorthin.
Das X war auf einem kleinen steinigen Strand mit einer ganz gewöhnlichen Palme. Sie gruben. Sie gruben überall. Sie gruben den ganzen Nachmittag. Sie fanden:
— eine Kokosnuss
— noch eine Kokosnuss
— eine halbe Sandale
— absolut kein Gold
Die Mannschaft wurde langsam ärgerlich.
„Vielleicht stimmt die Karte nicht", sagte Erster Maat Cob.
„Karten stimmen", sagte Käpt'n Vol, die ihre Prinzipien hatte.
„Dann stimmen vielleicht wir nicht."
Das war ein interessanter Gedanke. Käpt'n Vol setzte sich in das leere Loch und dachte darüber nach.
Während sie nachdachte, kam ein kleines Mädchen hinter der Palme hervor. Sie hatte einen Kupferkessel und eine Tasse Tee auf einem Tablett. Sie sah aus wie sechs Jahre alt.
„Hallo", sagte das Mädchen. „Ich bin Marsa. Mein Großvater war Schädelbart. Er hat eine Notiz für denjenigen hinterlassen, der diese Karte findet."
„Eine Notiz?", sagte Käpt'n Vol.
Das Mädchen reichte ihr ein gefaltetes Blatt Papier. Darauf stand:
*Liebe Schatzgräberin,*
*Du bist weit gereist. Es gibt kein Gold. Es gab nie welches. Der Schatz, an den meine Freunde sich immer erinnern werden,