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Pattersons hinterlassener Brief

Callao ist wohl der bedeutendste Hafenort der südamerikanischen Republik Peru. Seine günstige Lage als Mittelpunkt des Seeweges von Kalifornien nach den Südseeinseln und Australien hat ihm in wenigen Jahrzehnten einen außerordentlichen Aufschwung gebracht. Die von Europäern, zumeist Vertretern großer Handelsfirmen, bewohnten Straßen Callaos ziehen sich parallel dem Strande hin. Viele Prachtbauten findet man hier, die modernsten Verkehrseinrichtungen und eine Sauberkeit und Ordnung, die man in dem Eingeborenenviertel mit seinen jämmerlichen Hütten und ungepflasterten Straßen vergebens sucht. Eines der schönsten Häuser Callaos gehört dem aus Frankreich eingewanderten Rechtsanwalt Jules Galetta. Er nennt sich „Rechtsanwalt und Notar“. In Wirklichkeit ist er alles: Schiffsmakler, Reeder, Großkaufmann, Plantagenbesitzer und … Eigentümer verschiedener Hafenschenken, in denen die Matrosen für teures Geld schlechten Branntwein erhalten. Natürlich ist Jules Galetta längst Millionär. Leider werden ja nur zu oft auch Schurken reich, wenn sie nur schlau genug sind, dem Gefängnis vorsichtig auszuweichen. Ganz Callao wußte von den unsauberen Geschäften, denen der verschlagene Franzose seine Reichtümer verdankte. Aber ganz Callao beugte sich auch vor der Macht des Geldes und dem Einfluß, den Galetta bei der Regierung besaß. – Jules Galetta wurde an einem Märzvormittag des Jahres 1915 ein Herr

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