Chapter

Einleitung

Quod patimur non est poena, militia est. Minucius Felix Smyrna, am 19. März 1825. »Klage nicht, daß ich dir wenig aus Smyrna sehreibe, denn hier bringe ich ja die Noten in Ordnung, die ich während der Fahrt zur See oder auf den einzelnen Ausflügen, oft unter sehr ungünstigen Umständen, machte. Außer dem trefflichen Hause Lee, das seit länger als einem Jahrhundert hier besteht, habe ich viele andere kennen gelernt, französische, holländische, amerikanische, englische Kaufleute. Alle beeifern sich, den Fremden artig zu empfangen; wenn er sie nicht so findet, so ist es gewiß nur seine Schuld. Die Mädchen aus diesen Häusern, von levantinischen Müttern geboren, sind von ausgezeichneter Schönheit. Sie haben drei Reize: schwarze, reiche und glänzende Haare, und das reinste Weiß und Rot zur Gesichtsfarbe. Da ist eine Marianne Fonton hier, die man als Musterbild der Schönheit auf den Altar stellen könnte; eine Theophanie Eskalon, deren Blick durch keinen übertroffen wird; eine Helena Mathas, von wunderbarem Adel in Gestalt und Antlitz; eine Elise Werry, schön wie Diana, die Jägerin. Der Umgang hat wenig Härten, da es keinen Unterschied der Stände, kein Jagen nach Rang und Amt und fast keine Schranken, als diejenigen der Sitten gibt. Freier kann man sicherlich nirgendwo leben, als hier, wo es, für den fränkischen Bewohner, keine Abgaben, keine Polizei, keine Konskription, keine Zensur,

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