Chapter

I

Es war gegen die Mitte des Monats August, als der Garten der königlichen Burg in Winchester eine erlesene Gesellschaft empfing. König Wilhelm hatte noch einmal seine Freunde bei sich bewirten wollen, bevor die großen Herbstjagden angingen. Nach dem prunkvollen Mahl waren alle hinausgeeilt, um die köstliche Sommerluft zu genießen. Die Brokatschleppen der Damen schleiften über den Rasen hin und gaben den Kavalieren zu schaffen, denn die zwei Ellen langen Schuhschnäbel der letzten Mode boten zu allerlei Verwickelungen Anlaß. Orielde von Viant, die schöne Freundin des Königs, hatte ihm eben eine boshafte Bemerkung über jemand zugeflüstert, als Lord Haimon mit einer Verbeugung herantrat. »Sir, eine Bitte! Wollt Ihr Graf Troarn gestatten, Euch seine Gemahlin vorzustellen? Er brennt nach dem Augenblick.« Wilhelm wandte sich lebhaft dem Freund zu. »Was sagt Ihr? Der Wasserspeier schon zurück? Per vultum dei, auf die Dame bin ich neugierig.« »Ich nicht.« Orielde schnitt eine Grimasse. »Nur eine ihm Ähnliche wird ihn genommen haben. Laßt mich die Flucht ergreifen . . . . .« »Bleibt zu meiner Unterstützung.« Wilhelm lächelte und sagte dem Vertrauten einige Worte. Etliche Minuten später beugte Graf Troarn sein Knie vor dem König. Rufus – seiner roten Haare wegen nannte man ihn so – reichte huldreich seine Hand der Gräfin und vergaß sie in der ihren. Er hatte erwartet, eine groteske

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