Chapter

I. Der Orden der Biene

An dem festgesetzten Tage und zur bestimmten Stunde, das heißt, sechs Wochen nach seiner Abreise von der Hauptstadt, um vier Uhr Nachmittags, rollte Harmental, aus der Bretagne zurückkehrend, in einem mit vier raschen Postpferden bespannten Reisewagen, in den Hof des Palastes zu Sceaux hinein. Lakaien in reicher Livree standen vor den Thüren und Alles verkündete die Anstalten zu einer großen Festlichkeit. Harmental eilte durch die doppelte Dienerreihe hin, durchflog die Vorhalle, und trat in einen geräumigen Salon, in dessen Mitte der Ankunft der Gebieterin harrend, in verschiedenen Gruppen, gegen zwanzig Personen, fast sämmtlich von seiner Bekanntschaft, fanden und mit einander plauderten. Unter diesen befanden sich der Graf von Laval, der Marquis von Pompadour, der Dichter Saint Genest, der alte Abbee de Cheaulieu, Saint Aulaire, und die Damen de Rohan, de Croissy, de Charrot und de Briac. Harmental näherte sich zuerst dem Marquis von Pompadour, der ihm in dieser edlen und geistreichen Gesellschaft am meisten bekannt war. Sie wechselten einen Händedruck, traten ein wenig bei Seite und Harmental sprach: »Mein lieber Marquis, benachrichtigen Sie mich doch, wie es zugeht, daß ich hier, statt wie ich befürchten mußte, zu einer langweiligen politischen Berathung, zu einem glänzenden Feste anlange?« »Mein Seel! das weiß ich ebenfalls nicht, mein lieber Chevalier, erwiderte der

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