Dritter Band
Der nordamerikanische Bürgerkrieg, nachdem er beinahe vier Jahre hindurch seine blutige Geißel geschwungen hatte, neigte sich seinem Ende zu. Städte waren zerstört, Gehöfte niedergebrannt worden; in Districten, einst reich belebt und bevölkert, herrschte unheimliche Oede und Einsamkeit. Wo einst der Rauch in einladender Weise den Schornsteinen ländlicher Besitzungen entwirbelte, da ragten halb verkohlte Sparren über geschwärztes und mit Einsturz drohendes Mauerwerk empor, zeugend von den unbarmherzigen Kämpfen, die, gleichviel, ob im Großen oder im Kleinen, mit derselben Erbitterung geführt, keine Schonung des Lebens und Eigenthums mehr kannten. Als seien durch das letzte Todesröcheln der Hingeopferten, durch die Racheschwüre der Ueberlebenden und die wilden Flüche der mordenden und sengenden Banden derartige Brandstätten auf alle Ewigkeit verrufen und verfeit gewesen, blickte der einzelne Wanderer, welchen sein Weg an solchen Stätten vorüberführte, mit unüberwindlicher Scheu auf dieselben hin, oder er umging sie in weitem Bogen. Er fürchtete, auf grausige Scenen zu stoßen, und wie um sich gegen hinterlistige Angriffe zu schützen, prüfte er unwillkürlich die Sicherheit seiner Waffen. – In der Nähe der bewaldeten südlichen Abhänge des Aleghany-Gebirges, wo zahlreiche Quellen dem südlich fließenden Savannah reiche Nahrung zutragen, lag auf dem Ufer eines dieser Bäche, jedoch in