Chapter

Erstes Kapitel.

Die lange, schmale, unregelmäßige Insel, gewöhnlich als weitgrößte der ganzen Inselflur, Festland von Shetland genannt, endigt, wie den Seeleuten in diesem das Thule des Altertums umflutenden stürmischen Meeren sattsam bekannt ist, in einer Klippe von furchtbarer Höhe, Sumburgh-Head genannt, die, von wilder Brandung umtost, gegen Süd-Osten die äußerste Spitze der Insel, den Roost von Sumburgh bildet. Auf der Landseite ist das Vorgebirge mit kurzem Grase bedeckt und läuft steil in eine schmale, von vielen kleinen Buchten zerrissene Landzunge aus. Ein norwegischer Häuptling oder nach andern Nachrichten, wie der Name Jarlshof schließen läßt, ein alter Graf von den Orkney-Inseln, hatte diese Landzunge zu seinem Wohnsitz gewählt, der aber schon lange verlassen ist. Trieb-Sand hat die Trümmer begraben. Zu Ende des siebzehnten Jahrhunderts stand jedoch ein Teil des Grafenschlosses noch und war sogar in bewohnbarem Zustande; es war ein rohes Gebäude aus unbehauenen Steinen mit einigen kleinen, ohne alle Regelmäßigkeit eingefügten Fenstern. Die früher vorhanden gewesenen Wirtschaftsgebäude mit den Räumen für Gefolge und Dienerschaft waren aber verfallen, die Balken zu Brennholz oder anderen Zwecken verbraucht; die Mauern stellenweise eingestürzt. In geringer Entfernung vom Schlosse, in geringerer noch vom Meeresufer, wo die Bucht sich zu einem primitiven Hafen breitet, in welchem drei

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