Chapter

Zweites Buch

(Fortsetzung.) Ungefähr um dieselbe Zeit, als die Activitas der Vangionia sich im Garten des Gasthofes von Neckarsteinach zur praktischen Lösung der Magenfrage versammelt hatte, saßen Theos Eltern mit Mathilde, Dolores und Carlito auf der Veranda der Göhringschen Sommerwohnung zu Flottbek an der Elbe. Man erwartete den Senator Göhring nebst Familie zum Essen. Der Freiherr hatte seinen Wagen an die sogen. »Teufelsbrücke« geschickt, wo die von der Stadt kommenden Passagierdampfer landeten. »Ich begreife nicht, wo mein Bruder so lange bleibt,« sagte der neugebackene Freiherr, indem er auf die Uhr schaute; »das grüne Dampfschiff kommt um 5 Uhr 10 und jetzt ist es gleich 6.« »Bis die alle ausgeschifft sind!« meinte die Baronin. »Außerdem können sie nicht sämtlich in der Equipage Platz finden: Dein Bruder, die Senat'rin, Olga und Helene im Wagen, Octavio auf dem Bocke, – da müssen Johannes, Cäsar und Freddy zu Fuß laufen.« »Sie werden doch nicht mit acht Mann anrücken?« »Du hast sie ja alle eingeladen! Die Senat'rin nimmt alles buchstäblich, das weißt du doch. Außerdem ›schwärmt‹ sie für die Elbe.« Mathilde, die mit einer Stickarbeit beschäftigt war, äußerte zu ihrer Mutter: »Ich finde es ganz natürlich, daß Tante eine Einladung, die von dem Bruder ihres Mannes kommt, als ernstgemeint auffaßt …« »Das versteht sich, Mathilde; aber mit Kind und Kegel! Du sollst sehen, sie kommen alle.«

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