Genealogie, Geschichte und Physiologie des Franz Guichard, genannt Pechvogel
Ehe die Marne sich bei Charenton in die Seine ergießt, macht sie allerlei Wendungen, Drehungen und Biegungen, wie eine Schlange die sichs in der Sonne wohl sein läßt; sie streift am Ufer des Flusses hin der sie verschlingen soll, springt aber dann plötzlich ab und entflieht fünf Meilen weit. Endlich nähert sie sich ihm zum zweiten Mal, entfernt sich aber von Neuem, gleich als ob die keusche Najade nur schwer zu dem Entschluß käme ihre schattenreichen grünenden Ufer zu verlassen und ihre Smaragdenen Wasser mit der großen Pariser Gosse zu vermengen. In einer der bezeichneten Krümmungen bildet sie eine vollkommene Halbinsel deren Landenge den Flecken Saint-Maur einnimmt, und an welcher entlang die Dörfer Champigny, Chenueviere, Bonoeil und Creteil mit ihren Gebieten sich hinziehen. Im Jahr 1831 gehörte diese Halbinsel beinahe ganz dem erlauchten Hause Condé. Sie war, wie schon der Name la Varanne (das Gehäge) anzeigte, einer der zahlreichen Vergnügungsorte dieser kriegerischen Familie, in welcher sich eine beinahe wahnsinnig; Liebhaberei für die Jagd vorn Vater auf den Sohn vererbte. Diese ganz specielle Familienneigung hatte zur Folge das; die Halbinsel Saint-Maur, trotz der starken Zunahme der Bevölkerung und der zahlreichen Neubauten in der übrigen Bannmeile, bis zum Jahr 1772 gänzlich verödet blieb. Die Hasen, Fasanen und Rebhühner lebten da, durch diesen breiten und tiefen