Chapter

I. Der Spaziergang.

Habe ich nöthig, Sie daran zu erinnern, mein lieber Petrus, daß ich kaum fünf und zwanzig Jahre alt war, und daß Jenny nur neunzehn zählte? Wir waren weniger in dem Leben vorgerückt, als es die Natur in dem Jahre war: die Natur war in dem Monat Juni, und wir waren erst, Jenny in dem April, und ich im Mai. Unsere beiden Herzen blühten daher auch wie die Schlüsselblumen, welche den Weg schmückten, und die Veilchen, die ihn mit Wohlgeruch erfüllten. Wir enteilten daher auch ganz vergnügt dem Auge der Eltern, wie der Vogel Jennys aus seinem Käfig flog. Man hätte sagen können, daß wir wie er Flügel hätten. Sie fragen sich vielleicht, lieber Petrus, ob alle diese Freude, alle dieses Glück, alle diese Heiterkeit der Seele wohl in Uebereinstimmung mit meinem Stande als Pastor und der Sendung waren, dir er mir auferlegt. Ja, lieber Freund, ja, denn das Glück macht die gut, welche schlecht sind, die besser, welche gut sind; ja, denn ich fühlte mich besser, als ich es gewesen war; ich hätte die ganze Welt an meine klopfende Brust drücken mögen; ich hätte die Blumen meines Kranzes auf den Schritten der Menschheit ausstreuen mögen. Wenn mir ein Bettler begegnet wäre, so würde ich ihm die Guinee und die wenigen Schillinge geschenkt haben, die mir übrig blieben. Wozu hatte ich Geld nöthig? War ich nicht reich durch meine Liebe und durch mein Glück? War ich nicht reich durch diesen Schatz, den

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