Chapter

I. Der Sturm

Der Sturm. Da der Sieg am Sankt-Laurentiustage und die Ankunft des Königs Philipp II. vor Saint-Quentin die Uebergabe dieser Stadt nicht herbeiführte, so mußte man annehmen, sie wollte sich aufs Aeußerste vertheidigen. So nahm man sich denn vor, sie ohne Unterlaß zu bedrängen. Die Belagerung dauerte bereits zehn Tage und man hatte, also vor solchen Mauern schon zu viel Zeit verloren. Die Hartnäckigkeit der unverschämten Bürger mußte demnach gebrochen werden, welche sich noch zu halten wagten, als sie die Hoffnung auf Ersatz verloren und keine andere Aussicht hatten, als die Stadt mit Sturm genommen zu sehen. Welche Vorsicht Coligny auch brauchte, den Belagerten die Nachricht von der Niederlage des Connetable verschwiegen zu halten, verbreitete sie sich doch mehr und mehr, der Admiral selbst aber gesteht, daß sie seltsamerweise mehr auf die Soldaten als auf die Bürger wirkte. Seine größte Schwierigkeit war es jetzt, wie schon im Anfange, Leute zum Ausbessern der Mauern zu finden. Die Kugeln beschädigten besonders den Theil von Remicourt und seit der Ankunft des englischen Heeres konnte derselbe gar nicht mehr gehalten werden. Der Wall wurde von zwei starken Batterien bestrichen, so daß kein Arbeiter sich mehr dahin traute und der Einsturz der Mauer zu fürchten war. Dandelot half diesem Uebelstande ab; er ließ alle alten Bote, die man auf der Somme finden konnte, herbeibringen,

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