Chapter

Die dreizehn Maulwurfshaufen

Den Aberglauben, der die Zahl 13 mit einem verhängnisvollen Etwas umkleidet, habe ich bisher stets belächelt. Seit jenem 13. Mai 1922 tue ich es nicht mehr. Das Lächeln verging mir damals. Ich gewöhnte es mir im Obstkahn des Herrn Julius Tscheskowitz ab, die Zahl 13 zu verspotten. – Am Morgen dieses 13. Mai standen Harald Harst und ich nach einer ruhig durchschlafenen Nacht und nach einem gediegenen Frühstück im Gemüsegarten des Harstschen Familienhauses in Berlin-Schmargendorf, Blücherstraße 10, und ärgerten uns über einen Maulwurf, der uns die tadellos in Ordnung gebrachten Gurkenbeete durch die bekannten Erdauswürfe verunstaltet hatte. »Es sind genau dreizehn Maulwurfshaufen,« sagte Harald, auf den Spaten gelehnt, die Zigarette im Mundwinkel. »Wenn schon!« meinte ich. »Wir kriegen ihn doch. Es gibt so viele Fangmethoden.« »Wen?« »Na – den Maulwurf!« »Den menschlichen, nämlich Freund Gisbert Parnack, nicht wahr? Diesen Parnack, der uns gestern in der Passauerstraße wieder entwischte und der nun sein die menschliche Gesellschaft schädigendes Treiben, seine Maulwurfsarbeit, natürlich fortsetzen wird. Vielleicht heute schon – heute am 13ten. Wer kann das wissen?! Zuzutrauen ist ihm alles. – Hast Du übrigens in der Morgenzeitung diese ungeheuerliche Indiskretion bemerkt?« »Welche denn?« »Das Testament der Rätin Anna Sturz, geborenen von Bonnzaart, ist dort wortgetreu

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