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Mateo Falcone

Erstdruck in der Revue de Paris, Mai-Heft 1829. Quelle: Voyage en Corse vom Abbé Gaudin, Paris 1787, Seite 123. In Terzinen übertragen von Adelbert v. Chamisso (1830). Nach 1872 oftmals ins Deutsche übertragen. Wenn man von Portovecchio in das Innere der Insel wandert, in nordwestlicher Richtung, steigt der Weg ziemlich rasch, und nach drei Stunden Marsch auf sich schlängelndem Saumpfad, den mächtige Felsblöcke verbauen und zuweilen Schluchten unterbrechen, steht man am Rand einer weitausgedehnten Macchia Macchia, französisch: le mâquis.. Hier ist die Heimat der korsischen Hirten und der Schlupfwinkel derer, die mit dem Gericht in Widerstreit geraten sind. Nun muß man wissen: auf Korsika erleichtert sich der Bauer die Mühe, sein Feld zu düngen, indem er ein Stück Wald in Brand steckt; fliegt das Feuer weiter, als der Zweck es erheischt, so ist das schlimm; doch was auch geschehen mag, die Saat unter der Asche der Bäume, die diese Flur beschatteten, sichert ihm gute Ernte. Die Ähren werden gesichelt, während das Stroh, das zu sammeln zu umständlich wäre, liegen bleibt; und aus den unverbrannten Baumwurzeln treiben im Frühling darauf üppige Sprößlinge, die in ein paar Jahren sieben bis acht Fuß hoch sind. So entsteht ein Buschwald, die Macchia geheißen, aus allerlei Bäumen und Sträuchern, die wirr durcheinander wachsen, wie der göttliche Zufall es fügt. Nur mit der Axt in der

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