Vorbericht
Vorbericht. Bey dem Inquisitions-Gerichte, welches der Pfarrer, der Barbier, die Base und die Haushälterin über die Bibliothek des preiswürdigen Ritters Don Quixotte von Mancha, im 6. Capitel des Ersten Theils seiner lehrreichen Geschichte, halten, sind die Vier Bücher des Amadis von Gallien das erste, welches der Pfarrer zum Feuer verdammt haben will, »weil es das erste Ritterbuch sey, das in Spanien gedruckt worden, und allen übrigen zum Modell gedient habe.« Der Barbier aber stellt zum Behuf desselben vor: »er habe von verständigen Leuten sagen gehört, daß es das beste in seiner Art sey, welches die Spanier hätten;« und er erhält durch seine Fürbitte, daß ihm der Pfarrer, wenigstens bis auf weitere Untersuchung, Gnade wiederfahren läßt. Nicolaus Antonius sagt in seiner Bibliotheca Hispanica Vetus, daß Vasquez Lobeira, ein Portugiese, der gegen das Ende des dreyzehnten Jahrhunderts gelebt, für den Verfasser der ersten Bücher des Amadis von Gallien gehalten werde. Das fünfte Buch, welches die Abentheuer des Ritter Esplandians enthält, und die übrigen achte, worinn die Thaten der Ritter Florisando, Liswart, Perion, Florisell, oder Amadis von Griechenland, und seiner Söhne Rogel von Griechenland und Silvio de la Silva beschrieben werden, sind nach und nach von verschiednen, zum Theil unbekannten Verfassern, hinzugethan worden; und finden als unächte Nachahmungen eines Originals,