Chapter

Erstes Kapitel

An dem Tage, wo wir nach der Straße Porcella kamen; geriethen wir in ein großes Gedränge, wir mußten aus dem Corricolo steigen, und unsern Weg zu Fuß fortsetzen. Eben wollten wir uns mit den Ellenbogen durch die Menge Platz machen, als es uns einfiel, nach der Ursache uns zu erkundigen, die sie hier versammelt hatte; wir erfuhren, es sey ein Prozeß zwischen der Bruderschaft der Pilgrime und Don Filippo Villani vom Tribunal zu entscheiden. Der Grund dieses Prozesses war folgender: Der Beklagte, der sich vor einigen Tagen auf Kosten der Bruderschaft habe beerdigen lassen, sey nun vor Gericht geladen, um rechtlicher Ordnung nach den Beweis zu führen, daß er gestorben sey. Man sieht, der Prozeß war originell genug, um einigen Zulauf einzuziehen. Wir fragten unsern Corricoloführer Francesco, wer Don Filippo Villani sey; im nämlichen Augenblicke deutete er aus ein Individuum, welches gerade eiligst an uns vorüber lief: »Hier ist er.« »Der vor acht Tagen begraben wurde?« »Derselbe.« »Wie geht aber das zu?« »Er wird wieder auferstanden seyn.« »Ist er denn ein Hexenmeister?« »Stammet von Cagliostro ab.« Wirklich hatte durch die authentisch hergestellte Abstammung von diesem glorreichen Ahnherrn und durch eine Reihe mehr oder minder seltsamer Kunststücke Don Filippo sich in Neapel in den Kredit eines Hexenmeisters gesetzt. — Man that ihm Unrecht, er war ein Urbild: Don Filippo Villani

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