Die Jenkins-Perlen
Ungefähr eine Woche nach seiner Begegnung mit Moëssard fuhr der Nabob, der seine ohnehin schon mehr als bedenkliche Lage durch diesen Straßenskandal nur noch verschlimmert hatte, an einem Donnerstag, nach der Kammersitzung, zu Mora ins Palais. Seit der fatalen Geschichte war er nicht mehr dort gewesen, und jetzt überlief ihn bei dem Gedanken, dem Herzog gegenüberzutreten, etwas von der Gänsehaut eines Quartaners, der, nach einer Balgerei in der Klasse, zum Herrn Gymnasialdirektor hinaufgeht. Aber die Pein dieser ersten Unterredung ließ sich unmöglich länger hinausschieben, denn schon ging in den Büreaus das Gerücht, daß Le Merquier seinen Prüfungsbericht, ein Meisterwerk hämischer Logik, bereits ausgearbeitet habe und seinen Antrag auf Kassierung der Wahl mit Glanz durchbringen werde, falls nicht der vielvermögende Mora in der Kammer erschiene, um der getreuen Majorität ein Stichwort im entgegengesetzten Sinne zu geben. Die Lage war also ernst genug, um dem armen Nabob Fieberhitze in die Wangen zu treiben, während er, sich in der Spiegelscheibe seines Wagenfensters betrachtend, lächelnde Höflingsmienen einstudierte, um sich auf einen wirkungsvollen Eintritt vorzubereiten, einen jener gemütlich unverschämten Knalleffekte, mit denen er beim Bey sein Glück gemacht hatte und die ihm auch bei der französischen Excellenz durchhalfen; aber er hatte Herzklopfen dabei und jenes