Der Mord im Warenhause
1. Kapitel. Wir waren hinter den beiden Gaunern Mautley und Bickpool und ihrer Millionenbeute her — seit vierzehn Tagen. Aber wir hatten Pech: immer, wenn wir glaubten, nun hätten wir sie bestimmt eingekreist, entwischten sie uns wieder oder aber — und das war das peinlichere — es stellte sich heraus, daß diese geriebenen Schurken uns gefoppt und uns auf ganz harmlose Leute gehetzt hatten, die dann sehr empört waren, wenn sie vernahmen, für wen sie gehalten wurden. Da gab es denn unserseits viele Entschuldigungen, die stets darin ausklangen, daß Mautley und Bickpool eben Verkleidungskünstler von einer nie gekannten Virtuosität wären. Was diese beiden Hochstapler und Mörder alles ersonnen, um sich uns endgültig zu entziehen — damit könnte man Bände füllen. Eine Probe ihrer verbrecherischen Intelligenz habe ich ja dem Leser in unserem vorigen Abenteuer zu kosten gegeben, in »Fünf Stecknadeln« — Nun, diese Falle damals in Patna hatte uns genügend gewarnt. Zum zweiten Male sollte uns etwas Aehnliches nicht passieren. Die Sache in Patna lag nun genau zwei Wochen zurück. Wir befanden uns jetzt in Bombay, seit drei Tagen. Harald Harsts Laune war miserabel. Diese Jagd hatte selbst ihn etwas nervös gemacht. Wir reisten zur Zeit als Mr. Thomas Knoxen nebst Diener Archibald Smuth. Ich spielte Mr. Knoxen, und Harst mimte den Diener mit vollendetem Geschick. Wir wohnten im Hotel Piccadilly