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Die gelbseidene Maske

Die gelbseidene Maske. Im großen Theatersaal des Deutschen Theaters war eine Theaterredoute. Dort herrschte ein Wirrsal ohnegleichen. Rauschende Gewänder in Seide und Brokat, Perlen und blitzende Steine, Blumen von betäubendem Duft, unendliche Blumen an den Gewändern und auf Häuptern mit veilchenduftendem Frauenhaar. Überall heiße, wangengerötete Gesichter. Aber während die einen glühten im Feuer trunkener Jugendlust, zeigten die anderen schon Spuren von den verschwundenen Jahren durchlebter Genüsse dieses Daseins; wieder andere mit hohlen Augen und Wangen, auf welchen der Puder und die Schminke in phosphoreszierendem Glanze schimmerte. Neben der zerfressenden Leidenschaft schwüler, verlebter Tage die Glückssehnsucht erweckter Jugend. Grausam zerpflückte Blumen, welke Treibhauspflanzen. Dazwischen herrliche blühende, aufkeimende Rosenknospen. Über all diesem Hin- und Herwogen lag der blendende Schimmer einer Menge elektrischer Lampen. Das monotone Stimmengewirr, bisweilen unterbrochen durch ein lautes Lachen oder einen Zuruf, wurde von den Parisienneklängen einer Streichkapelle übertönt, zu denen sich die Paare in schnellem Atem drehten. Nur einer stand einsam in einer Nische, die den großen Saal trennte von dem in zierlichem Rokoko erbauten Silbersaale, und sah diesem Getümmel interessiert zu. Ein schwarzer, faltenreicher Domino hüllte gänzlich seine schlanke Gestalt ein, eine

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