Achtzehntes Capitel
Achtzehntes Capitel. Als wir im Hause eintrafen, war die Schreckensbotschaft von einigen uns vorausgeeilten Gutsleuten bereits überbracht worden. Wir fanden die Dienerschaft in einem Zustande der höchsten Aufregung. Als wir an Mylady’s Zimmer vorüberkamen, wurde die Thür von innen heftig aufgestoßen und meine Herrin trat, gefolgt von Herrn Franklin heraus. Sie rang vergebens nach Fassung, die Todesnachricht hatte sie ganz außer sich gebracht. "Das haben Sie zu verantworten" rief sie laut mit einer furchtbar drohenden Handbewegung gegen den Sergeanten. "Gabriel, geben Sie dem Elenden sein Geld und befreien Sie mich von seinem Anblick." Der Sergeant war der einzige unter uns, der im Stande war, es mit ihr aufzunehmen, denn er allein hatte die Fassung nicht verloren. Mylady," sagte er, "ich habe diesen betrübenden Unglücksfall so wenig zu verantworten, wie Sie. Wenn Sie nach Verlauf einer halben Stunde noch darauf bestehen, daß ich dieses Haus verlasse, so werde ich Ihre Entlassung, gnädige Frau, aber nicht Ihr Geld annehmen." Er sprach diese Worte in einem höchst respectvollen, aber sehr festen Tone und sie verfehlten ihre Wirkung sowenig auf meine Herrin, wie auf mich. Sie ließ sich von Herrn Franklin in ihr Zimmer zurückführen. Als sich die Thür hinter ihnen geschlossen hatte, bemerkte der Sergeant, der sich unter den weiblichen Dienstboten in seiner beobachtenden Weise umsah,