Der mit der grünen Krawatte
Der Detektiv war gegen elf in seine Wohnung zurückgekehrt. Zur Heimfahrt hatte er eine Taxe benutzt. Als er ausstieg und den ihm fremden Chauffeur bezahlte, streifte sein forschender Blick gewohnheitsgemäß das Gesicht dieses Mannes. Er glaubte ein verstecktes, hämisches Lächeln um dessen glatte, nichtssagende Miene zu bemerken. Es war eigentlich dumm, daß er in der gereizten Stimmung, die ihn ganz gegen seinen Willen befallen hatte, überall Gespenster erblickte. Der Chauffeur nickte höchst harmlos und sagte sehr höflich: »Danke, Herr!« Keine Spur von Verlegenheit, nichts von Spott oder Hohn. Langsam stieg der Detektiv nach oben. Harte Arbeit lag hinter ihm, ein Hinundherhetzen während des ganzen Tages. Todmüde war er und verstimmt dazu. In dieser Geschichte, deren Lösung er sich zur Aufgabe gestellt hatte, wollte es keinen Schritt vorwärts gehen. Die einzige Tochter des millionenreichen Eisenmagnaten Fredersdorf war seit acht Tagen verschwunden. Spurlos. Ein paar Dutzend Privatdetektive bemühten sich neben der Polizei, die junge Dame aufzufinden, die keine Zeile zurückgelassen hatte, als sie zur Nachtzeit die prächtige Villa ihres Vaters verließ … Freiwillig verließ? Doch nicht so ganz. Zumindest glaubte daran am wenigsten der Vater. Man hatte das Mädchen ganz einfach entführt. Zu irgendeinem Zwecke. Man bereitete vielleicht eine Erpressung vor. Aber bis jetzt zeigte sich