Chapter

1. Kapitel

„Bedauere wirklich. Es geht nicht. Erstens, weil ich keine Zeit für eine derartige Zerstreuung habe, zweitens, weil ich grundsätzlich von dir nichts annehme, nicht einmal eine Einladung zu einer Reise, bei der ich dir mit meinen Sprachkenntnissen aushelfen und deshalb dich ohne Unkosten für mich begleiten soll.“ „Schade, daß du Grundsätze hast. Eine solche Jagdexpedition nach Ostafrika wäre das einzige, was noch Reiz für mich hätte. – Das Leben ist doch mehr wie langweilig – leider, leider!“ Horst Blenken streckte die Beine noch weiter von sich und gähnte. Er lag mehr als er saß in einem der roten Plüschsessel, die zu beiden Seiten des Mitteltisches der Junggesellenbude seines Freundes Dr. Lersa* standen. Dieser lehnte ihm gegenüber an dem schräg vor dem breiten, dreiteiligen Fenster stehenden Schreibtisch, hatte seine kurze Holzpfeife zwischen den Zähnen und blies in bestimmten Zwischenräumen dicke Rauchwolken in die ohnehin schon genügend qualmgefüllte Luft des mittelgroßen Zimmers hinein. „Langweilig nur für den, der sich nicht zu beschäftigen weiß,“ sagte der Doktor, indem er an Blenkens letzte Worte anknüpfte. „Schaffe dir einen Wirkungskreis, so wirst du bald merken, wie kurzweilig das Dasein werden kann.“ „Du hast klug reden. Wirkungskreis …!! Woher nehmen und nicht stehlen …! Ich bin ja leider in so jungen Jahren in den Besitz des Vermögens meiner Eltern gelang, daß ich

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