Der Mensch in der Mitte
»Lasst nichts unversucht. Denn es geschieht nichts von selbst, sondern der Mensch erlangt alles erst durch seine Unternehmungen.« Herodot Der Ruf: Unbedingtheit! darf nicht länger Legende bleiben. Der Grundplan allen öffentlichen Ausdrucks sei Willenshingabe. Ausgangspunkt ist: Das Leben im Unbedingten. Ziel ist: Das Leben in Unmittelbarkeit. Weg ist: Das Leben in Intensität. – Und die Erfahrung kann nur das Material sein, in dem wir arbeiten; die ewige Besonderheit des Lebens; die blosse Variation auf das Thema vom Geiste. Jedes gesprochene Wort fällt in der Welt als ein Keim nieder, der Tatsachen zeugt. Jedes gesprochene Wort ist ein Vorwort zu den Handlungen der Menschen, und dafür ist der Sprecher verantwortlich. Es kommt darauf an, immer im Willen zu stehen, des göttlichen Planes eingedenk zu sein, und die Tatsachen zu schaffen. Nicht: Ereignisse zu antizipieren. Sondern: Vorbild für die Ereignisse zu sein. – Das Vorbild für die Ereignisse ist der Mensch. Der Mensch ist die Mitte der Welt. Um ihn, seinen Händen heiss entzischend von neugewonnener Gestalt, rast seine Schöpfung, die Welt der Ereignisse; stets bereit, wieder wirbelndes Chaos zu werden und den eigenen Schöpfer zu ersticken. Der Mensch die Mitte der Welt. Nicht mehr, nicht weniger. Aber das ist unendlich viel. Denn hier liegt der einzige Fall im Leben, wo höchste Vollzogenheit der Tatsachen und höchste