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Der Mann mit dem porösen Schädel

Der Mann mit dem porösen Schädel Eine Reise durch Flandern ließ mich in Centéglises Station machen. Warum auch nicht? Es gab da in einem alten Gemeindehaus ein paar alte Bilder zu sehen. Allerdings kommt mir die Manier, jeder verräucherten Ölschwarte frisch nach ihrer Entdeckung auf irgendeinem Speicher sofort den oder jenen berühmten Namen anzuheften, ein bißchen allzu hurtig und skrupellos vor. So schreibt man, seitdem vor etwa zwanzig Jahren Memling in die Mode gekommen ist, dem wunderbaren Meister vom Rheine wirklich ein bißchen zu viel zu, nämlich nicht bloß einige tatsächlich interessante und schöne Holztafelbilder, sondern auch eine Unmasse von uninteressanten Stricheleien braver Kunstjünger auf alten Schildern und Votivtafeln, denen man lediglich nachsagen kann, daß sie in ehrlicher Angst entstanden sind. Ich wage mich im allgemeinen zu der Anschauung zu bekennen, daß infolge der gewaltig gelehrten deutschen und der mit gewaltig vielen Belegstücken hantierenden italienischen Kritik die flämischen Kunsthistoriker einer bedenklichen Neigung verfallen sind, allzu eifrig und lückenlos die Geduldsprobenbeweise zahlloser Biedermänner der Vergangenheit zu sammeln, die, als sie lebten, ihr Brot davon hatten, daß sie der höchst löblichen Gewohnheit dienten, derzufolge man damals die Häuser sowohl außen wie innen bunt zu bemalen pflegte. Ursprünglich hatten es diese braven

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