Chapter

Erstes Buch

Am Themsekai war es mit dem Nebel sogar noch schlimmer als vorher in den Straßen. Kinloch fand es merkwürdig, daß die paar Schritte Weg so viel ausmachen sollten, aber unbestreitbar: es war noch schlimmer! Der Schwefelgeschmack, den der Nebel hinterließ, wurde stärker, und gleichzeitig machte sich eine neue Nuance bemerkbar, ein scharfer Geruch, der wahrscheinlich den Beitrag der Themse zu den Annehmlichkeiten des Abends darstellte. Jedenfalls aber kam man am Themsekai leichter vorwärts. Vorhin, in den Straßen, war Kinloch beinahe jeden Augenblick gegen einen anderen Passanten angerannt, um mit derselben Wucht wieder zurückzuprallen. Und wieviel fremde Hände hatte er an sich dulden müssen! Gewiß, manche von diesen Händen bemühten sich, nur schonend, im letzten Augenblick den Zusammenprall abzuwehren, aber es gab auch Hände, die stießen einen ungeduldig zur Seite, Ellbogen wurden einem rücksichtslos in die Rippen gebohrt, und so glich die Straße für einen Menschen in Kinlochs Verfassung sehr rasch der Szene eines wüsten Traums. Jetzt, nachdem er endlich bis zum Themsekai gelangt war, war zwar sein Vorankommen immer noch recht langsam und unsicher, aber er hatte mehr Raum, um sich vorwärtszutasten, und er konnte freier atmen, denn der Themsekai lag so schweigend und verlassen da, wie die Straße eines schottischen Dorfes an einem Sonntagnachmittag. Mit den wenigen Geräuschen, die

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