Erster Akt
Der Mann, das Tier und die Tugend Ein Gleichnis in drei Akten Deutsch von Paul Prina und Max Buchhein Alf Häger Verlag Berlin 1925 Gedruckt bei F. E. Haag in Melle Der durchsichtige Herr Paolino, Privatlehrer Perella, Kapitän Die tugendhafte Frau Perella, Frau des Kapitäns Perella Doktor Nino Pulejo Herr Totò, Apotheker, sein Bruder Rosaria, Wirtschafterin des Paolino Lilie und Schöne, Schüler Nono, Knabe von 11 Jahren, Sohn des Ehepaars Perella Grazia, Dienstmädchen im Hause Perella Ein Matrose Ort der Handlung: Eine Hafenstadt Zeit: Gegenwart Rosaria und Herr Totò. Beim Aufgehen des Vorhangs ist das Zimmer in Unordnung. Mehrere Stühle inmitten der Szene aufeinandergestellt; die Sessel nicht an ihrer Stelle usw. Durch den allgemeinen Auftritt kommt Rosaria mit Morgenhaube auf dem Kopfe und Lockenwickeln in den schlecht rotgefärbten Haaren. Sie sieht aus wie ein äußerst dummes zänkisches Huhn. Es folgt ihr Herr Totò, Hut auf dem Kopf, Miene eines schlauen Fuchses, am Kragen eng zugeknöpft, etwa wie ein Geistlicher. Er reibt sich unausgesetzt die Hände am Kinn, als wollte er sie an der Quelle seiner süßsauren Anmut waschen. Rosaria: Erlauben Sie mal, warum kommen Sie eigentlich jeden Morgen hierher? Sehen Sie denn nicht, daß noch alles in Unordnung ist? Totò: Was macht denn das? Meinetwegen, teuerste Rosaria … Rosaria fährt ärgerlich auf, dreht sich um, gleich als wolle sie ihn