Chapter

Der letzte Richter

Im Bergwalde ziehet der Auswärts ein. Im Tale unten prangen die Fluren im ersten Grün, und die Osterglocken läuten darüber hin, zum Nachmittags-Segen rufend. Aber im schroffen Gewände rauschen und rieseln die Schneewasser, der tauende Schnee rutscht in ganzen Flächen über die Platten und Feldvorsprünge, und lockeres Gerölle kollert und poltert mit ihm in die Tiefen, und hinterdrein drängt das junge Leben. Vom hellblauen Himmel hernieder lacht und leuchtet die Sonne in reinstem Glanze, im Geäste des Hochwaldes singt der Schnerer, und zwischen Schnee und jungem Grün lugt der blaue Himmelsschlüssel, dessen goldgelber Bruder im Tale schon längst in vollstem Blumenschmucke pranget. Und in der Wildnis, zwischen jäh aufsteigendem Gefelse, zwischen Gerölle, Schnee und krüppeligem Schwarzholze stapft ein Mann dahin, grobschlächtig und stämmig wie ein Buchenstamm. Das Gesicht und die großen, schwieligen Hände sind von Sonnenglut und Wettersturm braun gefärbt, das über der Stirne geradlinig zugestutzte Haupthaar wallt in dichten Locken auf den Joppenkragen nieder, die stark gewölbte Stirn verläuft in einer geraden Nase, buschige Brauen beschatten die dunkelbraunen, in jugendlichem Feuer strahlenden Augen, ein buschiger Schnauzbart bedeckt den Mund schier zur Gänze, und einige Haare biegen sich noch bis zu dem etwas vorstehenden, starken Kinn nieder. Den breitkrämpigen Hut tief ins Genick

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.