Chapter

Der letzte Junker von Quebare

Wenn Du von den Pyrenäen gegen den Ebro hinabreitest, erblickst Du zwischen Galareta und Vittoria links ab von Deinem Wege das Gemäuer eines alten Schlosses über dem armseligen Flecken Quebare. Der wohlerhaltenste Theil der Burg ist ein hoher Thurm von gehauenen Steinen, mit einem Trompetergang und einer breit hervorspringenden Zinnenkrone, woraus, einem Helme gleich, die gewölbte Bedachung hervorragt; die Wohngebäude bei dem unverwüstlichen Thurm sind verödet und verfallen, offenbar aber nicht mit Gewalt zerstört, sondern dem Zahn der Zeit preisgegeben, der seit etwa zwei Jahrhunderten daran nagt, und immer noch Einiges zu beißen findet, höchst armselige Reste zwar, aber doch erkennbar als Reste ehemaliger Herrlichkeit. Wo einst Dächer gewesen, ragen vereinzelte Sparren; von den Fußböden bestehen noch einige Durchzugsbalken, meistens nur an einem Ende in der Mauer fest; die Fensteröffnungen haben ihre Gewänder und Kreuze von zierlich gemeißelten Stein nicht alle eingebüßt, und mehrere zeigen sogar in ihrem herzförmigen und ovalen Oblicht etwas, das nach rautenförmigen brillanten Glasscheiben oder deren Einfassung aussieht; — die Gewölbe und Thorbogen sind auch noch nicht durchaus verschüttet und eingestürzt, und die Überall dem Blick begegnende Steinhauerarbeit führt zu dem Schluß, daß dir Burgherrn einen Stern auf dem Schild getragen, und zwar auffallender Weise einen von

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