Chapter

Ein-Raum-Voller-Fremder

Tomas war im Saatgutgewölbe geboren worden und gedachte, dort zu sterben, und der Rat hatte soeben beschlossen, es ihm wegzunehmen. Er hörte sich die Aufnahme zweimal an, während er zwischen den stählernen Schubladen im kalten blauen Licht saß, das er liebte. *Deck Neun stilllegen. Zu Familienwohnraum umbauen. Das Gewölbe als Daten archivieren, den physischen Bestand recyceln.* Sie sagten es, wie man einen Korridoranstrich ansetzt. Für die siebentausend Seelen an Bord der *Meridian*, vier Generationen tief in einer Reise, die lange nach dem letzten von ihnen enden würde, war ein Raum voll toter Samen ein Raum verschwendeter Luft. Er verstand die Rechnung. Das war das Schlimmste daran. Das Schiff war voll. Kinder kamen in Abstellkammern zur Welt. Und hier saß er, ein alter Mann, und bewachte zweihunderttausend Dinge, die nie gewachsen waren und, nach jedem ehrlichen Maß, nie wachsen würden — denn der Planet, auf den sie zielten, war hundertzehn Jahre entfernt, und Tomas würde kein weiteres Jahrzehnt erleben, geschweige denn einen Himmel. Seine Enkelin Della fand ihn dort mit den offenen Schubladen. Sie war elf und nie ein einziges Mal draußen gewesen; das Wort *draußen* bedeutete ihr den Wartungsschacht hinter der Turnhalle. „Sie nehmen es uns wirklich", sagte sie. Keine Frage. Das ganze Schiff hatte es gehört. „Sie nehmen es uns wirklich", stimmte Tomas zu. Della fuhr mit

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.